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Starting A Revolution - NOW ???

Aktualisiert: März 22


21.03.2020


Oh nein. ich möchte diesen Artikel nicht mit diesem Wort beginnen. Dieses allgegenwärtige Wort mit C. Und doch ist es unumgänglich. Denn wir von The Story Store sind natürlich genauso betroffen von den Auswirkungen des Corona-Virus wie alle anderen auch.


Wir sind da jetzt drin, alle, in dieser Pandemie-Zeit, also werde ich auch Stellung beziehen. The Story Store möchte Menschen über Geschichten miteinander verbinden. Und das funktioniert online. Wir lesen, sehen und hören die Geschichten anderer Menschen und lernen sie dadurch kennen, verbinden uns emotional mit den Menschen und ihren Geschichten.


Diese Idee wurde allerdings in direkten face-to-face Kontakten gewonnen, in Storytelling Workshops, Projekten und Lesungen. Darum sind wir auch als Onlineshop Betreiber sehr traurig und beunruhigt über die derzeitige Lage und die Notwendigkeit von "Sozialer Distanz" - eigentlich würde ich es eher "Physische Distanz" nennen, denn in den digitalen Medien sind wir ja auch sozial unterwegs, und begegnen uns eben nicht auf sozialer, sondern auf physischer Distanz zueinander.


Trotzdem ist der direkte und physische Kontakt für Menschen sehr wichtig, auf geistiger, emotionaler und physischer Ebene brauchen wir Blick- und Körperkontakt. Darum hoffen wir sehr, insbesondere für die Menschen, die nicht geborgen in einer Familie oder mit Partner/ Freunden leben, dass die Restriktionen des Einanderbegegnens bald ein Ende haben.


The Story Store erzählt gute Geschichten. So wollen wir auch in der Corona Krise tiefer blicken und fragen: Was kann uns das alles bringen? Und was haben wir bereits gelernt? Wir sehen zum Beispiel, dass die Natur sich, wenn sie einmal ungestörter von menschlichen Fußabdrücken ist, unglaublich schnell regenerieren kann. Die Stickoxide und damit die Luftverschmutzung in China haben deutlich abgenommen seit den verschärften Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus. Laut mdr Wissen werden auch in New York derzeit 50% weniger Kohlenmonoxide in der Luft gemessen. In Venedig kann man erstmals Fische und klares Wasser in Kanälen sehen! Schwäne kehren zurück seit Touristen ausbleiben (Stand 17.03.2020, Spiegel Wissenschaft)...


All das beschäftigt mich und es erneuert die Frage danach, ob The Story Store als Unternehmen wirklich auf dem richtigen Weg ist. Brauchen wir T-Shirts mit guten Geschichten? Brauchen wir Bücher mit wahren Geschichten, die Herzen und Hirne zugleich anregen sollen? Brauchen wir Kunst? Streetart? Graffiti? Und die Antwort ist: JA! Wir brauchen insbesondere Kunst und die Geschichten der Künstler, denn sie stiften Sinn in einer Welt, die aus der kleinen Perspektive eines Menschen manchmal sinnlos erscheint. Und wir sollten endlich bereit sein, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen. Streetart ist zumeist "for free" - in jeder Stadt zu haben, und das freut uns. Doch diese geschenkten Geschichten verpflichten uns auch zu einer dankbaren Haltung.


Mit Projekt David möchten wir Graffiti Künstlern und Umweltaktivisten Dank zollen. Und wir möchten eine friedliche Revolution beginnen, oder eher gesagt, fortführen, denn die Revolution ist bereits allgegenwärtig. Sie zeigt sich in sozialen Bewegungen wie Fridays for Future, in Social Start-Ups, die die Gesellschaft und Ökologie positiv voranbringen möchten, in traditionellen und neu entstandenen Umweltorganisationen UND:


in Unternehmen, die sich WANDELN.


Naomi Ryland und Lisa Jaspers haben ein besonderes Buch für die Wirtschaftswelt geschrieben. Die Autorinnen, beide selbst Unternehmerinnen, porträtieren sieben Frauen, die die Welt des Unternehmertums in besonderer Weise geprägt haben und prägen. Dies sind Vivienne L'Ecuyer Ming (Gründerin mehrerer Unternehmen im Bereich Künstlicher Intelligenz), Dame Stephanie (Steve) Shirley (Holocaust Überlebende und Gründerin eines Software Unternehmens), Ida Tin (Geschäftsführerin, Mitgründerin von Clue), Catherine Mahugu (Sozialunternehmerin, Gründerin SOKO), Anna Yona (Gründerin Wildling), Jennifer Brandel (Gründerin Zebras Unite, Hearken, Civic Exchange), Joana Breidenbach (Mitgründerin sozialer Initiativen und Plattformen wie betterplace.org, betterplacelab, Das Dach).


Die Revolution, um die es hier geht, hat keinen kämpferischen, männlichen Charakter. Es ist die sanfte Revolution der weiblichen Führungskraft. Die Autorinnen berichten aus erster und zweiter Hand, wie es möglich ist, ein Unternehmen zu führen, in dem Mitarbeiterinnen sich verwirklichen können. Unternehmen, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert leisten und dabei nach innen - also auf die Mitarbeiterinnen bezogen - Räume für persönliche Entwicklung bieten.


Starting A Revolution nimmt Führung unter die Lupe. Welche Haltung sollte eine Führungskraft einnehmen? Was muss Führung im Unternehmen leisten und was nicht? Wie können die Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam wachsen? Wie passen persönliches und unternehmerisches Wachstum zusammen? Zudem finden sich in diesem Buch erprobte Werkzeuge und Praxistipps, zum Beispiel von google angewandte Methoden, die alle direkt nutzbar sind.


Die Revolution, die hier beschrieben wird, ist bereits voran geschritten. Sie zielt auf den Wandel unternehmerischer Strukturen. Hin zu mehr persönlichem Wachstum, zu mehr natürlicher Entfaltung, mehr Weiblichkeit und dem Einbeziehen unserer Umwelt. Auch wenn Wachstum angestrebt wird, so geht es nicht mehr um den reinen Profit. Die Unternehmen der Zukunft sind diese revolutionären Organisationen, die die Einheit von Mensch - Wachstum - Natur propagieren.


Viele der Unternehmen, die in Starting A Revolution vorgestellt werden, operieren "remote." Das spart zum einen das Anmieten von Büroflächen und Anfahrtswege, zum Anderen bietet es einigen Personengruppen (wie Eltern) flexible Arbeitsmodelle. Gerade jetzt, da wir aufgrund von Corona mit Ausgangssperren leben, ist dieses Buch eine spannende Lektüre.


Zurzeit gibt es Starting A Revolution in der englischen Originalversion. Demnächst wird es auch in Deutsch über Ullstein verlegt.


Was hat dieses Buch nun mit uns und unserem Projekt David zu tun? Während der Entwicklung der Designs für die Projekt David T-Shirts habe ich Starting A Revolution gelesen und war so begeistert, dass ich ein Zitat einer der im Buch vorgestellten Unternehmerinnen für Projekt David geklaut habe, um es mit unseren Graffiti Künstlern zu teilen:


When this project is done, will everybody working on it be a better person? Or will we simply get the project done?
Vivienne Ming

Das Zitat hilft mir in Zeiten wie diesen, in denen die ganze Welt scheinbar nur eins im Kopf hat: Wie schütze ich mich (und meine Familie) vor den Auswirkungen von Corona? Da bleibt vielleicht nicht viel Muße für Kunst, für Mode, dafür, Teil einer Idee zu werden: Als David - mit dem eigenen individuellen inneren Wandel - die stille Revolution mit voran zu treiben. Für uns, die Gründer von The Story Store, die Graffiti Künstler und die beteiligten Umweltaktivisten bedeutet das: Wir wachsen an diesem Projekt. wie auch immer es verläuft, und das ist das Wichtigste. Denn wir sind überzeugt, dass wir alle zu dieser Revolution beitragen, durch inneren und äußeren Wandel. In Unternehmen und im privaten Umfeld.


Werde eine Teil von Projekt David! Unterstütze Sozialunternehmer, Künstler und Umweltorganisationen mit der Bestellung eines Revolutionspaketes (enthält 20 T-Shirts für dein Team, das Buch Starting A Revolution plus eine kreative Überraschung vom MeetingOfStyles Germany - dem Internationalen Graffiti Event in Wiesbaden!).

https://www.startnext.com/projektdavid?inc_id=275222#rid-275222


Ich bin fest überzeugt, dass Corona eines Tages ein Wort in unserer Erinnerung sein wird, das wir mit einer Zeit der Ungewissheit und Angst verknüpfen. Aber auch mit einer Zeit der Erkenntnisse und des Aufbruchs. Sobald wieder mehr Stabilität und Alltag in unsere Leben zurückkehrt, können viele Dinge neu begonnen werden. Vielleicht bleibt dann nicht alles beim Alten. Vielleicht reisen wir insgesamt weniger, kaufen weniger Plastik, arbeiten mehr im Home Office, finden zu neuen Strukturen des Miteinanders, begegnen uns auf andere Arten und Weisen. Zeigen mehr Wertschätzung, erlauben uns mehr Fehler, unterstützen einander mehr. Vielleicht führt diese Zeit uns zu einem guten Ende, einer wahren Revolution der Herzen.


Kristine

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